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Der Begriff der Schulentwicklung ist untrennbar mit dem Begriff „Schulqualität“ verbunden, wobei dieser sicherlich vielschichtig ist, je nach Standpunkt der Interessengruppen. So richten Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern, Betriebe oder Behörden verschiedene Maßstäbe an, um „Schulqualität“ zu definieren. Sicherlich gibt es grundlegende Gemeinsamkeiten und definierte Anforderungen, so z. B. im Schulgesetz oder in den Vorgaben des Landes. Dennoch fällt es allen an der Bildung Beteiligen schwer, Kriterien für die Qualität von Schule allgemein und Unterricht im Besonderen zu definieren, die sowohl den konkreten Anforderungen der Schule vor Ort als auch den gesamtgesellschaftlichen Anforderungen entsprechen.

Zum Zwecke der Klärung des Begriffs “Schulqualität“ sowie der Positionierung unserer Schule, entwickelte die BBS Einbeck ein Schulprogramm [Link], welches als Orientierungsrahmen der Qualitätsüberlegungen dient.

Ein Konsens besteht in der Erkenntnis, dass eine Sicherung und Verbesserung von Qualitätskriterien nur im Kontext einer umfassenden Qualitätsentwicklung geschehen kann. Diese muss als innerschulischer Verständigungsprozess realisiert werden, zum Beispiel durch die Identifizierung von Stärken, Verbesserungsbedarfen oder von Entwicklungspotentialen der Schule (Selbstevaluation).

Dieser Auffassung von Qualitätsentwicklung liegt ein ganzheitliches Qualitätsverständnis zugrunde, welches Einzug in moderne Qualitätsmanagementsysteme gefunden hat, z. B. in das EFQM-Modell (European Foundation for Quality Management). Dieses Modell dient der ganzheitlichen Betrachtung von Organisationen. Dabei werden Qualitätskriterien aus Sicht der Mitarbeiter, der Kunden (also Schüler, Eltern, Betriebe), der Gesellschaft und natürlich auch aus Sicht der Organisation durch ausgebildete „Assessoren“ selbst definiert und einer Selbstbewertung unterzogen. Die sich daraus ergebenden Maßnahmen können nach einem gewissen zeitlichen Abstand wieder evaluiert werden. [Nähere Informationen: www.deutsche-efqm.de und www.efqm.org.

Wie alle berufsbildenden Schulen in Niedersachsen nutzen auch die BBS Einbeck das EFQM-Modell zur Qualitätsentwicklung – und das bereits seit Februar 2003. Mittlerweile wurden zwei Bewertungszyklen durchgeführt, Verbesserungsmaßnahmen formuliert und umgesetzt bzw. befinden sich in der Umsetzung. Die folgende Tabelle zeigt den bisherigen EFQM-Fahrplan:

Zeitraum
Veranstaltung
Februar 2003 Vorstellung des EFQM-Modells vor dem Kollegium der BBS Einbeck (Fa. Bergner.biz, Hannover) März 2003
März 2003 EFQM-Assessorenausbildung
April/Mai 2003 Erste EFQM-Selbsbewertung („Datenrecherche“) durch die Assessoren
Mai 2003 Präsentation des aktuellen EFQM-Stands vor dem Kollegium
Juni 2003 EFQM-Selbstbewertung („Konsensmeeting“)
August 2003 EFQM-Maßnahmen-Planung mit der Fa. QMS AG (Ziele, Projekte, Maßnahmen);
Projektmanagement: Verzahnung EFQM-ProReKo mit der Fa. Bergner.biz
Februar 2005 Einführungsveranstaltung zur zweiten EFQM-Recherche/ Selbstbewertung
Umstellung auf die EFQM-Systematik nach Kotter
März bis Juni 2005 Zweite EFQM-Selbsbewertung („Datenrecherche“)
April 2005 Festlegung der schulischen Kennzahlen für den ProReKo-Prozess
Mai 2005 Präsentation über den aktuellen EFQM-Stand auf den Dienstbesprechungen der Abteilungen
Juni 2005 Information des kollegiums über den Stand des Qualitätsmanagementprozesses
Ende Juni 2005 Durchführung der Online-Schülerbefragung
07. September 2005 EFQM-Maßnahmen-Planung („Konsensmeeting“):
Evaluierung der erarbeiteten Maßnahmen und anschließende Priorisierung

Ansprechpartner für EFQM an den BBS Eineck: Ulf Scupin