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Verabschiedung von Angelika Jäger mit viel Wärme und Herz

Denkmal gesetzt / 20 Jahre Dienst an Schülerinnen und Schülern der BBS Einbeck

„Ich bin stolz, an dieser Schule arbeiten zu können." An diesen Satz von Angelika Jäger erinnerte sich Schulleiter Renatus Döring zu Beginn seiner Ansprache. Beide saßen während eines Betriebsausflugs im Bus nebeneinander und tauschten erste Eindrücke aus. Beide seinerzeit als Neue an den BBS Einbeck: Döring als Referendar und Jäger in der Ausbildung zur Fachlehrerin. Die Pionierarbeit im Bereich `Snoezelen` stellte Döring in Angelika Jägers schulischem Werdegang ganz besonders heraus. Ihre zusätzliche Lehrtätigkeit in den Harz-Weser-Werkstätten (HWW) Dassel ermöglichte eine sinnvolle Kooperation.

Bei einem Workshoptag im Rahmen der Erzieherausbildung an den BBS Einbeck wurde u.a. `Snoezelen`, Mitte der 90er Jahre ein Workshop mit völlig unbekanntem Namen, angeboten. Angelika Jäger belegte diesen und fing sofort Feuer. Sie ließ sich inspirieren sich zur Snoezelenexpertin ausbilden zu lassen. Zunächst ohne Raum, dann in einem provisorischen unterm Dach. Erfahrungen sammelte Jäger zunächst mit Kolleginnen und Kolleginnen, die sie dann mit Schülerinnen und Schülern in deren jeweiligen Ausbildungen umsetzen konnte. Inzwischen nutzen auch externe Gruppen die Möglichkeiten des Snoezelens mit den BBS-Fachlehrkräften. Beim BBS-Erweiterungsbau 2005 war Angelika Jäger in Planung und Umsetzung des zurzeit größten Snoezelen-Raumes der Republik intensiv eingebunden. Aufgrund ihrer Leidenschaft zum Lehrerberuf insgesamt und zum Snoezelen insbesondere lieferte sie beste Ideen! Mit Rat und Tat hat sie sich auch bei der Planung der gerade durchgeführten 13. Fachtagung der International Snoezelen Association (ISNA) in den BBS Einbeck eingebracht. Und somit dankte Döring abschließend für 20 Jahre leidenschaftlichen Dienst an den Schülerinnen und Schülern.

Stellvertretend für die Schülerinnen und Schüler der dreijährigen Fachschule Heilerziehungspflege (HEP) sprachen Marianne van Aertryck und Christoph Heß aus Jägers letzter HEP. Sie überreichten ihren damaligen Abschiedsfilm und ein Fotoalbum und bedankten sich für die Inhalte und Werte, die Klassenlehrerin Angelika Jäger an sie weitergegeben habe, für all das, was sie jetzt, selber im Beruf stehend, weitergeben könnten und für drei tolle, lebenspraktische Ausbildungsjahre.

Worte zum Abschied gab es auch von Frauke Heidemann für das Team Heilerziehungspflege und von Sabine Wolter-Fricke für das Team Snoezelen. Angelika Jägers Start- und Mithilfe in der Kooperation mit den HWW stellte Heidemann noch einmal heraus. Jäger habe der BBS Einbeck neben der Fachschule Heilerziehungspflege auch bei den Harz-Weser-Werkstätten einen besten Namen gemacht. Darüber hinaus habe ihr hohes Verantwortungsbewusstsein und ihre Fürsorge allen Kolleginnen und Kollegen sehr gut getan.
Sabine Wolter-Fricke zeigte sich glücklich darüber, als neue Teamleitung Snoezelen in dieser Zeit an dieser Schule sein zu dürfen, da bereits alles perfekt sei, sie sich ein Stück weit in ein `gemachtes Nest` setzen könne. Sie habe viel gelernt und ein neues Team sei rechtzeitig gefunden. Mit Angelika Jäger, die im Bereich Snoezelen ein Denkmal gesetzt habe, ginge nun viel Fachkompetenz.

Nach dem gemeinsamen Singen des irischen Segenswunsches „Möge die Straße uns zusammenführen" sprach Dagmar Baumert Worte zum Abschied mit dem Motto `Kommen und Gehen`. Sie wünschte, dass Angelika Jäger stolz zurückschauen möge und verdeutlichte, dass Kommen und Gehen auch heiße, sich auf ein Wiedersehen zu freuen. Ilona Schulz, Inge Bantelmann und Ute Marquardt überreichten als Abschiedsgeschenk der Abteilung SPH (Sozialpädagogik - Pflege - Hauswirtschaft) einen Korb der Sinne, in dem sich viele Kleinigkeiten versteckten, die Angelikas Sinne ansprechen würden; wie ja auch der Snoezelenraum in Inseln der Sinne unterteilt sei.

Kurzweilig und in Reimform sprachen schließlich Kathrin Düvel als Abteilungsleiterin und Frauke Heidemann die Abschiedsworte. Sie bedankten sich zunächst bei den Schülerinnen Eldisa und Nuran aus der H1 und beim Hauswirtschaftsteam für das wieder einmal gelungene Catering und allen für den schönen Nachmittag und wünschten Angelika Jäger mit dem Sonnenblumen-Gemälde von Vincent van Gogh Wärme, Freude, Zuversicht, Licht, Wonne, Gesundheit und einfach alles Gute für die kommende Zeit.

Aber auch Angelika Jäger hatte Erinnerungspräsente dabei. So wie sie sich zu Beginn auf gemeinsame Stunden im Kreise ihrer Wegbegleiter und BBS-Familie freute, überreichte sie, bevor ein Verabschiedungsnachmittag mit tollem Programm und vielen schönen Gesprächen und Momenten zu Ende ging, allen zum Abschied Lebenswünsche zum Glücklichsein von Max Ehrmann aus dem Jahr 1927 und schloss mit den Worten: „Es ist wie es ist, und es kommt wie es kommt."

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