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Zweite Typisierungsaktion wird an den BBS Einbeck durchgeführt

Zur zweiten Typisierungsaktion laden die Berufsbildenden Schulen Einbeck (BBS) samt Schulsanitätsdienst (SSD), der Förderverein »Hoffnung« und die Knochenmark- und Stammzellenspenderdatei Göttingen (KMSG) am Donnerstag, 4. Juni, von 8.40 bis 12.30 Uhr ins BBS-Forum ein. Jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 55 Jahren komme als Spender infrage, erklärten Britta Grastorf (Fünfte von links), SSD-Leiterin, und Kath­rin Düvel (Vierte von rechts), Abteilungsleiterin Sozialpädagogik, Pflege und Hauswirtschaft. Sie laden Schüler und Bürger zu der Veranstaltung ein, denn ­Typisierungen können helfen, Leukämiekranken das Leben zu retten. Ausschlussgründe seien unter anderem schwere Erkrankungen des Herzens oder der Lunge, chronische Erkrankungen wie Diabetes, Krebserkrankungen, Hepatitis B, C oder D sowie schon registrierte Stammzellenspender. Für Detailfragen stehen am Aktionstag Dr. Hans Neumeyer und Dr. Beatrix Pollock-Kopp von KMSG zur Verfügung. Nach der Erhebung der Daten durch die 20 Schüler vom SSD werden dem Spender acht Milliliter Blut aus der Armvene entnommen. Im Anschluss gibt es eine kurze Ruhepause, die mit einem Imbiss »versüßt« wird. Für den Spender dauert das Procedere 15 bis 20 Minuten. Ein geringer Zeitaufwand, um einem Menschen das Leben retten zu können. Bei einer Typisierung werden die Gewebe­merkmale des Blutes bestimmt.

Die Befunde werden im Anschluss anonymisiert an das Zentrale Knochenmarkspender Register weitergeleitet, wo sie für Patientenanfragen aus dem In- und Ausland zur Verfügung stehen. Bei mehr als 11.500 Menschen wird jedes Jahr in Deutschland Leukämie diagnostiziert. Anders als bei den verschiedenen Blutgruppen ist die Überein­stimmung der Gewebemerkmale zweier Menschen jedoch äußerst selten. Deshalb sei es wichtig, dass so viele Menschen wie möglich als potenzielle Stammzellspender registriert sind, sagte Grastorf. Bei häufigen Merkmalskombinationen kann ein Spender unter 20.000 gefunden werden, bei seltenen Gewebemerkmalen findet sich eventuell unter mehreren Millionen kein passender. Je mehr Personen typisiert sind, um so schneller kann der passende Gegenpart gefunden werden. Für die Neuaufnahme eines potenziellen Lebensspenders entstehen Kosten in Höhe von 50 Euro, die ­allein durch Spendengelder finanziert werden müssen. Dabei hilft der Förderverein »Hoffnung«, der auf umfangreiche Unterstützung hofft, so Düvel, denn »Geldspenden sind echte Lebensspenden«.

135 Schüler nahmen an der ersten Typisierungsaktion an den BBS 2014 teil, auf eine ähnliche Anzahl hoffen die Organisatoren. Je mehr an der lebenserhaltenden Maßnahme teilnehmen, umso besser. Nicht nur erwachsene BBS-Schüler und Bürger sind aufgerufen, sondern auch Jugendliche. Minderjährige mit Elternerlaubnis können ebenfalls an der Aktion teilnehmen. Weitere Informationen gibt es unter Telefon 05561/949354 oder bei Kathrin Düvel, E-Mail duevel@bbs-einbeck.de, oder Britta Grastorf, grastorf@bbs-Einbeck.de. Alle Beteiligten hoffen, dass möglichst viele Personen an der Typisierungsaktion am 4. Juni im BBS-Forum teilnehmen.

(Quelle: Einbecker Morgenpost, 20.05.2015)

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